Trainer

Interview im August 2019

 

Du bist jetzt seit ein paar Wochen mit der Mannschaft am Trainieren, was ist dein bisheriger Eindruck von der Mannschaft?
>>Also ich bin eigentlich derzeit ziemlich positiv überrascht von der Mannschaft. Wir sind jetzt fast genau drei Wochen im Training, haben eine hohe Trainingsbeteiligung, es sind Spieler dabei die unheimlich willig sind, wo man sieht, dass die immer wieder versuchen sich zu verbessern und im Training voll mitzuziehen. Die Jungs ziehen da komplet mit bei den Einheiten. Wir haben auch bisher viel im läuferischen Bereich gemacht und auch die Spiele gegen durchaus höhere Mannschaften, fast alles Bezirksligisten, waren durchaus positiv und von daher habe ich von der Mannschaft, vom Verein, vom ganzen Umfeld bisher nur positive Sachen heir erlebt.

Mit dem Blick in die neue Saison, welche Erwartungen hast du?
>>Ziemlich schwierige Frage, denn ich kenne jetzt die Kreisliga A2 wo wir spielen nicht. Viele Mannschaften sagen mir nichts, viele kenne ich nicht, da muss ich mir erst einen Überblick verschaffen. Nur man muss immer beachten, uns gibt es erst seit einem Jahr wieder und wir sind jetzt direkt in die Kreisliga A aufgestiegen, von daher ist es natürlich schwierig ein Saisonziel auszugeben. Ich denke wir haben uns sehr gut verstärkt, wir haben viele neue Zugänge die wir auch erstmal integrieren müsse. Wir haben auch gute neue Zugänge dabei, so soll das Ziel schon sein, dass wir oben mitspielen wollen und so lange wie möglich bei der Musik dabei sein wollen.

Du bist jetzt einige Jahre Trainer, erzähl uns doch Mal wie du zu deinem Amt als Trainer gekommen bist, was waren deine Anfänge und welche Beweggründe hattest du um Fußballtrainer zu werden?
>>Ich habe damals noch in der Verbandsliga beim TSV Schwieberdingen gespielt und war zu dem Zeitpunkt 28 Jahre alt. Dann hat der FV Löchgau, der Heimat meiner Frau, einen Spielertrainer gesucht und sind in der Saison auf mich zugekommen. Dadurch habe ich mir das Ganze dann Mal durch den Kopf gehen lassen und hab gedacht, dass sei das richtige Alter. Es war damals eine sehr junge und sehr willige Mannschaft, ein gutes Umfeld, wo ich auch denn ein oder anderen gekannt habe. So hat das Ganze dann angefangen. Da war ich dann zwei Jahre, bin dann aber wieder nach den zwei Jahren als Spieler zurückgegangen, weil ich mich nochmal beruflich verändert habe und dann für den Trainerjob weniger Zeit gehabt hab. Nach diesem einen Jahr bin ich dann wieder in Löchgau eingestiegen, dieses Mal nur als Trainer und so hat es sich dann entwickelt. Ich habe dann noch mal für Bissingen als Spieler gespielt, war dann da Co-Trainer und bin dann zum Cheftrainer geworden. Die Anfänge waren beim FV Löchgau und dann hat man nach und nach seine Trainerscheine gemacht. Es waren auch Erfolge da, dadurch war man dann auch natürlich motiviert. Es ist eine Aufgabe, die sehr viel Spaß macht, sie ist sehr abwechsliungsreich und man lernt immer wieder neue Leute kennen. Es macht mir unheimlich viel Spaß auf dem Platz zu stehen und mit einer Mannschaft zu arbeiten,

Du warstl etzte Saison auch Mal im Stadion, wie gefällt es dir in „unserem Wohnzimmer“?
>> Ich war letzte Saison zwei Mal da bei zwei Heimspielen und konnte zwei Heimsiege sehen. Es ist schon ein beeindruckendes Stadion, mit dem Fassungsvermögen und auch mit der Tradition was es hat. Es hat mir in den zwei Heimspielen sehr sehr gut gefallen. Es waren jedes Mal glaub über 300 Zuschauer da. Das ist natürlich für eine Kreisliga B ein brutal hoher Zuschauerschnitt und wie gesagt es war schön, hat mir Spaß gemacht und es liegt an uns das Stadion entsprechend durhc gute Leistung, dass die Zuschauer auch gerne ins Frankenstadion kommen.

Du warst jetzt ein paar Jahre Trainer in der Oberliga und jetzt machst du den Schritt von der Oberliga in die Kreisliga. Was hat die dazu bewogen diesen vermeintlichen Schritt zurück zu machen, was waren die Beweggründe und was war für dich ausschlaggebend?
>>Ich war dreieinhalb Jahre in der Oberliga, bzw. Verbandsliga Co-Trainer beim FSV 08 Bissingen, dann war ich noch anderthalb Jahre in der Oberliga Trainer. Hatte dann letztes Jahr ein nicht ganz so glückliches Gastspiel bei der TSG Backnang auch in der Oberliga. Der Zeitaufwand in der Oberliga ist enorm. Man ist 3 -4 Mal in der Woche im Training und man hat sehr sehr weite Auswärtsfahrten, wo man teilweise morgens um 10 aus dem Haus geht und erst abends um 10 zuhause ist. Ich habe zwei Kinder und einen Beruf, Familie und natürlich ist der Druck in der Oberliga enorm hoch. Von daher waren die Beweggründe, vorallem nach der relativ unglücklichen Saison, alles ein bisschen langsamer angehen zu lassen, wo ich auch weniger Aufwand habe und weniger Training habe und mehr Zeit für Familie und auch für den Beruf habe. Aber nichts desto trotz bin ich weiterhin voll motiviert dieses Trainerdasein zu machen und werde auch in der Kreisliga A sehr akribisch arbeiten. Aber die Beweggründe waren hauptsächlich aus zeitlichen Gründen. Manche Dinge waren da einfach nicht mehr machbar, weil dann auch vorallem die Familie irgendwann zu kurz gekommen ist.

Jetzt hast du bereits erwähnt, dass der Zeitaufwand wesentlich größer ist in der Oberliga als in der Kreisliga, welche anderen Unterschiede zur Kreisliga konntest du bisher feststellen.
>>Ich denke es ist jetzt nicht fair eine Oberliga- und eine Kreisligamannschaft zu vergleichen. Es ist natürlich ganz klar, dass man in der Oberliga ein ganz anderes Niveau hat, andere körperliche Voraussetzungen, weil man ein ganz anderes Tempo hat. Es ist dort ein geregelter Trainingablauf. Das heißt man hat in der Oberliga normalerweise niemanden der im Schichtdienst arbeitet, auch Urlaub in der Vorbereitung gibt es dort nicht. Das sind alles Dinge die hier für mich so neu sind, dass doch einige Spieler während der Vorbereitungszeit jetzt im urlaub sind. Wir haben auch Schichtabreiter aber klar, natürlich Beruf geht ganz klar vor in der Liga. Aber nichtsdestotrotz muss man sagen, dass das hier für eine Kreisligamannschaft ein unheimlich hohes Niveau in der Mannschaft ist. Ich habe es vorhin schon erwähnt, es ist eine Mannschaft die unheimlich lernwillig ist, die bisher sich auch in den drei Wochen gut weiterentwickelt hat und dass denk ich ist auch das Ziel von mir, dass ich einfach versuch die Mannschaft weiter zu entwickeln. Der Verein ist hier sehr sehr gut aufgestellt für eine Kreisligamannschaft. Sehr profesionell und von daher ist es schon ein Unterscheid, aber ich denk dadurch dass der VfR Heilbronn und die Mannschaft auch da sehr gut aufgestellt ist, ist es für mich bisher alles in Ordnung.

Jetzt haben wir es ja mit dem „neuen“ VfR zu tun, der die Tradition des alten VfR lebt und fortführt. Welche Berührungspunkte hattest du mit dem alten VfR und welche Erinnerungen hast du an diesen?
>>Also ich hatte schon einige Berührungspunkte mit dem alten VfR Heilbronn. Ich habe in der Jugend damals beim VfB gespielt und da war die Verbandsstaffel noch das Höchste in der B-Jugend, da war der VfR auch angesiedelt, unter anderem mit Onur Celik, gegen den ich da regelmäßig gespielt hab. Von daher waren da Berührungspunkte da. Wir haben damals oft in der Jugend gegeneinander gespielt und wir waren auch im aktiven Bereich zu der Zeit da wo der VfR Landesliga und vVerbandsliga gespielt habe. Ich spielte mit Renningen, Löchgau, glaub sogar mit TSV Schwieberdingen gegen den VfR, also berührungspunkte waren immer da. Klar man hat natürlich immer von der großen Tradition von früher geredet und auch im Hinterkopf gehabt und wie gesagt es waren immer schöne und spannende Spiele. Es war auch immer schön hier im Frankenstadion zu spielen, von daher habe ich auch nur positive Erinnerungen an den an den alten VfR.

Was möchtest du den Fans für die neue Saison mit auf den Weg geben?
>>Wir haben bisher nur Auswärtsspiele gehabt und es waren einige treue Fans da. Man sieht schon, dass der Verein auch hier von den Zuschauern angenommen wird. Eine spezielle bitte an die Zuschauer habe ich nicht. Ich denke es ist wichtig, dass sie versuchen die Mannschaft zu untersützten und wir werden versuchen einen guten und erfolgreichen Fussball zu spielen, so dass die Zuschauer zufrieden nach Hause gehen. Auch gehört Kritik dazu, damit muss man leben sowohl als Trainer, als auch als Mannschaft. Aber was ich bisher gesehen habe, meine Eindrücke die ich habe, hat der VfR eine super Fangemeinschaft und ich denk, dass ist auch eine Aufgabe und Verpflichtung von mir und der Mannschaft den Zuschauern was zurück zu geben. Wir wollen einen guten erfolgreichen Fussball spielen. Dann denke ich werden auch die Zuschauer gerne kommen.

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